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Helicobacter pylori & H. pylori Plus

Die Besiedelung des Magens mit Helicobacter pylori ist eine Ursache für die chronisch aktive Gastritis Typ B und Ulkusleiden. Bei chronischen Besiedelungen droht eventuell ein Magenkarzinom.

Helicobacter ist ein schwierig zu isolierendes, gramnegatives mikroaerophiles Stäbchenbakterium mit S- und U-Formen. 4-5 unipolare Geißeln verleihen dem Bakterium eine heftige Motalität, so dass es sich durch die Schleimschicht hindurch der Mukosa annähern kann (vgl. Abb.). Möglicherweise helfen auch Proteasen und Lipasen, die Schleimschicht zu überwinden. Dort kann der Erreger mithilfe von Adhäsin an den Magenzellen andocken und über Jahre in der Schleimhaut kolonisieren, wodurch zunächst allenfalls eine leichte, unterschwellige Entzündung entsteht. Ein entscheidender Faktor beim Überleben auf der Magenschleimhaut ist die massive Produktion von Urease, wodurch basische Ammoniumionen gebildet werden, die im unmittelbaren Umkreis des Bakteriums die Magensäure neutralisieren. Eine Steigerung der Erkrankung kann durch die Bildung eines Zytotoxins (VacA) geschehen, das die Epithelzellen schädigt. Dies führt zu einem entzündlichen Reiz. Die Virulenz eines Stammes wird noch gesteigert, wenn ein weiteres Gen (CagA) vorhanden ist.

In den Industriestaaten ist die Infektion mit Helicobacter pylori weit verbreitet. Pro Altersjahrgang nimmt die Prävalenz um ca. 1 % zu, so dass etwa die Hälfte der 50-jährigen diese Bakterien in der Magenschleimhaut hat, ohne dass dies immer gleich zu einer manifesten Erkrankung führt. In Ländern mit schlechtem Hygienestandard ist die Prävalenz noch höher. Offensichtlich wird der Erreger oral nur von Mensch zu Mensch übertragen. 

Spezies

Erkrankung

Symptome

Infektionsmodus

H. pylori

Gastritis Ulcus duodeni und ventriculi Magenkarzinom

Evtl. asymptomatisch

- diffuse Abdominalbeschwerden, meist im Oberbauch
- Magendrücken, -schmerzen,
- Unverträglichkeit   von Speisen
- Mundgeruch  

Oral, von Mensch zu Mensch

Infektionen können folgender Maßen nachgewiesen werden:

  • Atem- und Urease-Schnelltest: Nachweis der Urease-Aktivität
  • Serologie: Nachweis spezifischer Antikörper mittels der ELISA-Technik.

NovaLisa? Helicobacter pylori rekombinant IgA/IgG ELISA:

NovaLisa? Helicobacter pylori rekombinant IgA/IgG ELISA dient dem quantitativen Nachweis spezifischer IgA- /IgG- Antikörper gegen Helicobacter pylori in humanem Serum oder Plasma (Citrat).

NovaLisa? Helicobacter pylori IgA/IgG plus ELISA:

NovaLisa? Helicobacter pylori IgA/IgG plus ELISA enthält zusätzlich eine Kontrolle, die für die Qualitätskontrolle im Labor benutzt werden kann.

Antigene:

IgA: rekombinante CagA- und rekombinante Urease-Antigene

IgG: Hoch gereinigtes CagA (120 KD) und VaCA (87 KD) sowie rekombinante Urease-Antigene 

Testmerkmale:

Intraassay

Interassay

Sensitivität

Spezifität

n

Mean

CV%

n

Mean

CV%

IgA

12

0.63

7.24

3

0.62

9.6

90%

>95%

16

1.27

5.9

3

1.28

6.7

IgG

19

0.56

6.1

13

1.3

7.2

93.7%

93.3%

19

1.50

7.0

13

3.7

3.0

Bestellinformationen:

ELISA

Anzahl der Bestimmungen

Produktnummer

H. Pylori IgA

96

HELA0220

H. Pylori IgG

96

HELG0220