+4 9 (0) 60 7 4 487 6 0
standing the test of time

Disclaimer

Wir möchten darauf hinweisen, dass die Arbeitsanleitungen auf unserer Website nur zur Illustration dienen. Die aktuellen Arbeitsanleitungen liegen den jeweiligen Testkits bei.

Epstein Barr Virus (EBV)

Das Epstein-Barr Virus (HHV 4) ist der Erreger der infektiösen Mononukleose (Pfeiffer?sches Drüsenfieber) und spielt eine wesentliche Rolle bei der Entstehung maligner Erkrankungen, wie dem Burkitt-Lymphom, dem Nasopharynxkarzinom und verschiedenen lymphoproliferativen Syndromen.

Nach Eintritt in den Mundraum infiziert das Virus zunächst undifferenzierte Zellen des Rachens und des Zungenrandes. Hier kommt es auch zur Weitergabe an gewebeinfiltrierende B-Lymphozyten, die unmittelbar nach der Infektion immortalisiert werden. Nur in wenigen Zellen gelingt es dem Virus, einen latenten Zustand zu etablieren. Werden solche latent infizierten B-Lymphozyten in den lymphatischen Gewebe stimulierenden Signalen durch T-Lymphozyten ausgesetzt, kann die Latenz des Virus zunächst teilweise aufgehoben werden.

Nach einer Inkubationszeit von 2-8 Wochen kommt es zu einer fiebrigen Angina, die sich häufig durch einen ausgeprägten Foetor ex ore (Mundgeruch) ausgezeichnet. Schwellungen der Lymphknoten sowie ein weicher Milztumor folgen. Es besteht die Gefahr einer Milzruptur und einer Hepatitis mit Ikterus. Andere Organbefälle z.B. des Herzens, der Nieren, der Gelenke, der Lunge oder des Gehirns, sind selten.

Wie alle Herpesviren ist EBV ubiquitär verbreitet und infiziert seinen Wirt persistent. Es wird über den Speichel ausgeschieden und auch übertragen. Der hauptsächliche Übertragungsmodus liegt im Küssen (kissing disease). In den Industrienationen erreicht die Durchseuchung bis zum 15. Lebensjahr etwa 40 %, um dann steil auf 80-90 % im Erwachsenenalter anzusteigen. In den Entwicklungsländern beträgt die Durchseuchung aufgrund der niedrigeren Hygienestandards schon bei den unter 3-jährigen nahezu 100%. Die Mehrzahl der Infektionen verläuft asymptomatisch.

Krankheit

Symptome

Komplikationen

Infektiöse Mononukleose (Pfeiffersches Drüsenfieber, Kissing disease)

Pharyngitis
Kopfschmerzen
Fieber
Exanthem
Lymphknotenschwellung
Tonsillitis mit weißlichen Belägen
seltener Hepatosplenomegalie

Meningitis
Enzephalitis
Arzneimittelexanthem

Wahrscheinlich Mitverursacher von:

Burkitt-Lymphom
Nasopharynx-Karzinom
verschiedenen lymphoproliferativen Syndromen

Infektionen können folgender Maßen nachgewiesen werden:

  • PCR
  • Serologie: Nachweis der Bildung von Antikörpern in der Frühphase der Erkrankung (VCA) bzw. späte Ausbildung von Antikörpern ca. 6-8 Wochen nach der Infektion (EBNA). 

NovaLisaTM Epstein-Barr Virus (EBV-VCA bzw. EBNA) ELISA:

Der NovaLisaTM Epstein-Barr Virus (EBV-VCA bzw. EBNA) ELISA dient dem qualitativen Nachweis spezifischer IgG-/IgM- Antikörper gegen Epstein-Barr Viren in humanem Serum oder Plasma (Citrat).

Antigene:

EBV-VCA IgG/IgM: synthetisches p18 Peptid
EBV-EBNA IgG: rekombinantes EBNA-1 Antigen

 

Interpretation der Testergebnisse

Antikörperprofil

Infektionsstadium

EA(D)
IgG

VCA
IgM

VCA
IgG

EBNA
IgG


-

-

-

-

EBV negativ

-

-

+

+

zurückliegende Infektion

+/-

+

+/-

-

Primäre Infektion (frühe Phase)

+/-

+/-

+

+/-

Primäre Infektion (transiente Phase)

+/-

-

+

+

Primäre Infektion (rekonvaleszente Phase)

+

+

+

+

Reaktivierte EBV-Infektion

Testmerkmale:


Intraassay

Interassay

Sensitivität

Spezifität

n

Mean

CV%

n

Mean

CV%

EBV (VCA) IgG

10

1.56

2.9

15

1.55

4.3

100%

100%

EBV (VCA IgM

25

1.32

5.1

24

1.37

6.9

93.5%

96.3%

EBV (EBNA) IgG

12

2.80

2.0

26

2.76

2.4

98.5%

89.5%

Bestellinformationen:

ELISA

Anzahl der Bestimmungen

Produktnummer

EBV-VCA IgG

96

EBVG150

EBV-VCA IgM

96

EBVM150

EBV-EBNA IgG

96

EBVG580