Disclaimer
Wir möchten darauf hinweisen, dass die Arbeitsanleitungen auf unserer Website nur zur Illustration dienen. Die aktuellen Arbeitsanleitungen liegen den jeweiligen Testkits bei.
FSME
Das FSME- (oder TBE-) Virus ist Erreger der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Die europäische Frühsommer-Meningoenzephalitis kommt in Deutschland, Österreich, der Schweiz, in Ungarn, in der Tschechischen Republik, Slowakischen Republik, im ehemaligen Jugoslawien, in Polen, in den baltischen Staaten, Russland und Skandinavien vor.
Die Übertragung der Viren erfolgt überwiegend durch die Schildzecke Ixodes ricinus (gemeiner Holzbock). Sie werden von Kleinsäugern wie Igeln, Mäusen, Maulwürfen etc. beherbergt. Die meisten Infektionen erfolgen im Mai und Juni bzw. September. Eine Übertragung durch Rohmilch (Kuh-, Schaf- und Ziegenmilch) ist möglich, jedoch sehr selten.
Nach Inokulation in die Haut und erster lokaler Vermehrung erreicht das Virus über die drainierenden lymphatischen Gefäße die regionalen Lymphknoten, von wo es über den Ductus thoracicus zu einer Aussaat in verschiedene extralymphatische Organe (wie Binde-, Muskel- und Drüsengewebe) kommt. Nach einer weiteren Replikationsphase wird das ZNS erreicht. Histopathologisch äußert sich die ZNS-Infektion durch meningeale und perivaskuläre Entzündungsreaktionen, neutrale Degeneration und Gliaknötchen.
Die meisten Infektionen verlaufen subklinisch. Klinisch relevante Infektionen zeigen einen typischen biphasischen Krankheitsverlauf: Nach einer Inkubationszeit von ca. 1 Woche entwickeln sich unspezifische grippeartige Symptome (leichtes Fieber, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen, gastrointestinale Beschwerden), die meist weniger als 1 Woche anhalten. Nach einem beschwerdefreien Intervall von 1 Woche kommt es zu hohem Fieber (bis 40 °C) und zum Befall des ZNS.
Die akute Meningitis tritt hauptsächlich bei Kindern auf, dauert ca. 1 Woche und heilt meist ohne Spätfolgen aus. Bei über 40-Jährigen kommt es häufig zur Meningoenzephalitis mit Somnolenz, akuten Psychosen und Koma. Die Letalität liegt bei ca. 1%. Bei Erwachsenen können paralytische Spätfolgen auftreten. 5-10 Tage nach der Entfieberung kommt es zu Lähmungen vorwiegend der oberen Extremitäten.
Spezies | Übertragungsweg | Symptome | Komplikationen | Diagnostik |
FSME-Virus | Zeckenbiss (Westeuropa, Ixodes ricinus; Osteuropa, Ixodes persulcatus) | Biphasische Erkrankung: | Paresen, Ataxie, Nystagmus, Intentionstremor, Ateminsuffizienz, Meningoradikulitis, gastroenteritische Beschwerden | Neutralisations-test Häma-glutinations-hemmtest KBR |
selten durch infizierte Milch | 2. hohes Fieber, Entwicklung einer Meningitis und/oder Enzephalitis. |
Infektionen können folgender maßen nachgewiesen werden:
- Mikroskopie: Isolierung der Viren in Zellkulturen oder Babymäusen
- Serologie: Nachweis spezifischer Antikörper mittels der ELISA-Technik
NovaLisaTM TBE-Virus IgG/IgM ELISA:
Der NovaLisaTM TBE-Virus IgG/IgM ELISA dient dem quantitativen (IgG) bzw. qualitativen (IgM) Nachweis spezifischer IgG-/IgM- Antikörper gegen FSME-Viren in humanem Serum oder Plasma (Citrat).
Antigene:
Gereinigtes TBE (Tick Borne Encephalitis) Antigen
Testmerkmale:
Intraassay | Interassay | Sensitivität | Spezifität | |||||
n | Mean | CV% | n | Mean | CV% | >98% | >98% | |
IgG | 7 | 0.32 | 6.8 | 14 | 0.31 | 7.35 | ||
8 | 0.98 | 5.7 | 16 | 0.92 | 8.3 | |||
8 | 1.3 | 4.7 | 15 | 1.37 | 7.8 | |||
8 | 2.15 | 4.2 | 16 | 2.28 | 6.7 | |||
IgM | 12 | 0.72 | 7.5 | 24 | 0.73 | 8.9 | >90% | >95% |
Bestellinformationen:
ELISA | Anzahl der Bestimmungen | Produktmummer |
TBE IgG | 96 | TICG0440 |
TBE IgM | 96 | TICM0440 |
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