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Wir möchten darauf hinweisen, dass die Arbeitsanleitungen auf unserer Website nur zur Illustration dienen. Die aktuellen Arbeitsanleitungen liegen den jeweiligen Testkits bei.
Taenia solium
Taenia solium ist eine humanpathogene Bandwurmart. Der Schweinebandwurm Taenia solium ist weltweit verbreitet. Er ist in Deutschland heute nicht mehr endemisch. Hauptverbreitungsgebiet ist Südamerika. Taenia solium ist im Darm des Menschen mit 3-7 m kürzer als der Rinderbandwurm (Taenia saginata).
Die Larve im Ei von Taenia solium reift rasch. Insoweit kann eine infektiöse Larve noch während der Zeit im Menschen entstehen und eine endogene Autoinfektion auslösen. Dann ist dasselbe Individuum Hauptwirt und gleichzeitig Nebenwirt. Innerhalb von zwei Monaten nach der Aufnahme der Bandwurmeier kann es so nach Wanderung der Larven zur Ausbildung von Zystizerken und zum Krankheitsbild der Zystizerkose kommen.
Bei den Zystizerken unterscheidet man:
Cysticercus cellulosus: Dieses erbsengroße Finnbläschen kann sich zu Hunderten oder Tausenden in der Haut, der Skelettmuskulatur, im Auge oder ZNS absiedeln. Die Finnen sterben nach einigen Jahren, verkalken und werden im Röntgenbild sichtbar.
Cysticercus racemosus: Er wird hauptsächlich im Gehirn und anderen Teilen des ZNS gefunden. Es handelt sich um eine traubenähnliche Ansammlung von Finnbläschen, die erhebliche Größe annehmen kann.
Je nach aufgenommenem Stadium resultieren unterschiedliche Formen der Infestitation:
- Bandwurmbefall nach Fremdinfektion durch Verzehr finnenhaltigen Schweinefleischs,
- Zystizerkose ohne Bandwurmbefall nach Fremdinfektion oder exogene Autoinfektion durch orale Aufnahme der Bandwurmeier
- Zystizerkose bei bestehendem Bandwurmbefall nach endogener Autoinfektion durch frühzeitige Reifung der Larve im Ei noch im Hauptwirt.
Der Bandwurmbefall bleibt in der Regel klinisch stumm, bei der Zystizerkose bestimmt der Organbefall die Symptomatik: Kopfschmerzen, Schwindel und Erbrechen sprechen für einen Cysticercus. Der Befall des ZNS mit Cysticercus racemosus endet nicht selten letal. Der Haut- und Muskelbefall mit Cysticercus cellulosus führt zu rheumatischen Beschwerden.
Spezies | Erkrankung | Symptome | Infektionsmodus |
Taenia solium | Taeniasis Zystizerkose | Die Taeniasis verläuft in der Regel klinisch stumm Symptomatik der Zystizerkose - abhängig vom Organbefall (z.B. Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, rheumatoide Beschwerden) | Verzehr von finnen-haltigem Schweinefleisch, orale Aufnahme von Bandwurmeiern, endogene Autoinfektion |
Infektionen können folgender maßen nachgewiesen werden:
- Mikroskopie: Nachweis der Eier im Stuhl
- Serologie: Nachweis spezifischer Antikörper mittels der ELISA-Technik
NovaLisa? Taenia solium IgG ELISA:
Der NovaLisa? Taenia solium IgG ELISA dient dem qualitativen Nachweis spezifischer IgG-Antikörper gegen Taenia solium in humanem Serum oder Plasma (Citrat).
Antigene:
Gereinigtes Taenia solium Antigen
Intraassay | Interasay | Sensitivität | Spezifität | |||||
n | Mean | CV% | n | Mean | CV% | |||
IgG | 8 | 1.31 | 6.6 | 5 | 0.8 | 4.4 | 93,8% | >95% |
Bestellinformationen:
ELISA | Bestimmungen | Produktnummer |
Taenia solium IgG | 96 | TAEG0420 |
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